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Auf den Spuren von Alfred Hannig und seinen Anklamer Kindern PDF Drucken E-Mail
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News - Onlineartikel
Geschrieben von: Willi Kienel   
Montag, den 22. Februar 2010 um 18:29 Uhr
Ein „Wintermärchen“-Bericht von Wilfried Kienel

Vor rund 50 Jahren verbrachten erstmals Anklamer Schüler – damals unter der Leitung des legendären „Sepp“ Hannig ihren Winterurlaub oder ihr Trainingslager im erzgebirgischen Ort Heidersdorf, dicht bei Seiffen. Dieser Schüleraustausch, aus dem sich Freundschaften und Briefwechsel entwickelten, hielt bis zur Wende. Dann brachen die Beziehungen ab.

 

30 Inlineskater und Leichtathleten der Peenestadt begaben sich in diesem Februar nun erstmals wieder für eine Woche auf die Spuren von Alfred Hannig und seinen Anklamer Kindern. Natürlich wohnten die beiden Teams mit ihren Trainern Raiko Hempel und Klaus-Dieter Zitzow, verstärkt durch einige Eltern, nicht mehr in einem Schul-Altbau mit stählernen Doppelstock-Betten („wie zu DDR-Zeiten“) sondern in einem gemütlich-vorzüglichen Landhotel, dem „Flöhatal“.

Nach der Anreise bekamen diejenigen schnell ihre Ski, die selbst keine dabei hatten. Und dann war selbstverständlich – bei besten Schnee-Verhältnissen – Langlauf angesagt: Die Anfänger übten täglich in einer ebenen Loipe. Die Fortgeschrittenen ließen sich mit einem Schlepplift den Steilhang hochziehen und drehten ihre Runden in den tiefverschneiten Bergen. Immer voran Arne und Wiebke Weißenborn und Gregor Kienel. Abends nach dem Sauna-Besuch tauschten die Erwachsenen mit den Einheimischen Erinnerungen von „damals“ aus.

Im Saydaer Ski-Stadion mussten die jüngeren Sportler bei einem Wettkampf zeigen, dass sie unter Leitung von Skilehrer Siegfried Hannig nach ein paar Tagen auch etwas dazugelernt hatten. Das taten sie eindrucksvoll. Sieger wurde der Jüngste unter ihnen: Phil Lorenz. Die „Großen“ hatten sich im Wald unterdessen „verlaufen“...

Im „Flöhatal“ gaben sich die Mitarbeiter um Chef Tilo Franke (deren Dialekt für alle nicht immer ganz leicht zu verstehen war) jede erdenkliche Mühe, sämtliche Wünsche der Norddeutschen zu erfüllen. „Ich hätte gerne noch Nachschlag“, hieß es. Und prompt gab es ein zweites warmes Essen. Sogar Extra-Würste wurden gebraten. Manch Erwachsener mochte abends nicht diese riesengroße Pizza oder Stampfkartoffeln mit Fisch oder Spagetti-Bolognese. Dafür gabs dann eben Bratkartoffeln mit Spiegeleiern oder ...? oder Würzfleisch.

Ein echtes Highlight war zweifelsfrei die „Aprés-Skiparty“, die auf dem Hof des Hotels für die Anklamer veranstaltet wurde. Grillwurst und heiße Getränke sorgten für das leibliche Wohl. Ein Erwachsener stellte den Rekord-Verzehr von sieben Bratwurst auf ...Und die Musik, Leute ... Aus den Boxen dröhnte zum Anfang „I want to break free“ (Queen). Dann ging es über zum Stimmungs-DJ Ötzi. Und alles endete mit „Stairway To Heaven“ von Led Zeppelin. Es ist wohl kaum nötig zu erwähnen, dass getanzt und gerockt wurde und zig Wunderkerzen abbrannten. Es war ein berauschender Abend...

Am Tag vor der Abreise besuchten die meisten der Peenstädter das große Freizeitbad „Aqua Marien“ im nahegelegenen Marienberg. Den Badenden hatte es besonders die Reifen-Rutsche angetan. Spass und Action pur!

Nach der knappen Woche hieß es dann Abschied nehmen von den Gastgebern Tilo, Kathrin, Ria, Arndt und natürlich Claudia. Dem einen oder anderen fiel es vielleicht schwer. Mir besonders.

Die Region um Heidersdorf ist mit Sicherheit materiell nicht überaus reich – wie Anklam. Aber es gibt dort Menschen, die im Herzen reich sind – wie in Anklam.

 

Gruppenfoto

P.S.:

Nicht alle Spuren von „Sepp“ Hannig wurden gefunden. Vielleicht gibt es ja im nächsten Jahr Gelegenheiten die restlichen zu entdecken.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 22. Februar 2010 um 18:57 Uhr
 
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